Friedenswanderung 2014

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47. Kolping- Friedenwanderung in Troskunai Litauen, eine Wanderung der besonderen Art!

Vom 29.Mai bis 01. Juni war das Kolpingwerk Litauen Gastgeber der 47. Internationalen Kolping- Friedenswanderung.

Donnerstag 29.05.2014, dass Kolping- Begegnungszentrum in Troskunai macht seinem Namen alle Ehre, Kolpingschwestern u. Brüder aus Litauen, Südtirol, Östereich, Luxemburg, Deutschland und der Schweiz treffen nach und nach ein, Hände werden geschüttelt, eine stille Umarmung oder es ertönt ein freundliches Hallo, spürbare Freude überall, die Kolpingfreunde nach einem Jahr gesund wiederzusehen. Viele kennen sich schon über Jahre, andere sind ganz neu dabei, aber fremd ist hier niemand und die Gastgeber, allen voran die Zentralsekretärin Lina Kalibataite mit ihren Mitstreitern, machen uns mit ihrer von Herzen kommenden Freundlichkeit das „Ankommen“ leicht. 163 Kolpinger sind der Einladung zu dieser 47. Friedenswanderung, die unter dem Motto „Mit Frieden in die Zukunft“ steht, gefolgt und werden in Gottesdiensten und bei den Wanderungen für diesen Frieden beten und eintreten. Wie unsicher gerade Friede und Freiheit in Osteuropa sind, zeigen uns die jüngsten Ereignisse in der Ukraine, und so konnte Ort und Zeitpunkt für diese Friedenswanderung nicht besser gewählt werden. Das Thema „Frieden“ zieht sich dann auch wie ein Roter Faden durch die gesamte Veranstaltung, mahnt uns schon im Eröffnungsgottesdienst der Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes Ottmar Dillenburg, als Kolpinger immer wieder für den Frieden in der Welt und in unseren Familien zu beten und durch unser Tun der Welt zu zeigen, wir wollen in Frieden und Freiheit leben und werden dafür mit unseren Mitteln kämpfen.  Auch später im Festzelt greift  der Vorsitzende des Kolpingwerkes Litauen Pfarrer Saulius Filipavicius in seiner Begrüßung das Thema wieder auf als er sagt: „Bis jetzt haben die Menschen meiner Generation den Frieden als etwas selbstverständliches angenommen. Und auf einmal haben uns die letzten Ereignisse in der Ukraine wach gemacht. Wir haben verstanden, welchen Wert Frieden in sich trägt. Wir haben auch begriffen, dass man sich für den Frieden einsetzen soll. Daher erhält das Moto dieser Wanderung und Eure Teilnahme an dieser Veranstaltung eine besondere Bedeutung.  Auf physische und geistige Weise wollen wir der Welt sagen: wir wollen im Frieden leben, wir geben uns Mühe den Frieden zu beschützen, wir wollen in Europa, dass wir unser Zuhause nennen, uns wohl und in Sicherheit fühlen“.    

Nach dem Eröffnungsgottesdienst versammeln wir uns alle im in Kolpingfarben geschmückten Festzelt und nach einer kurzen Begrüßung durch Pfarrer Saulius Filipovics und nach einem von der Kolpingjugend serviertem reichhaltigen Abendbrot geht hier buchstäblich die Post ab, die Gruppe Grieza heizt uns so richtig ein. Es wird getanzt, geschunkelt und gesungen, es herrscht eine Stimmung, die wir so bei einem Eröffnungsabend der FW nur ganz selten erleben, dass dieser Abend, wie auch die beiden folgenden, leider viel zu schnell zu Ende geht  versteht sich von selbst.

Bei den beiden Wanderungen am Freitag und Samstag, die uns über gute Wege und bei herrlichem Wanderwetter durch weite Wälder und an unberührten Flussufern entlang führen und uns damit einen kleinen Einblick in die Schönheit dieses Landes geben,  ist das Thema Frieden und die Situation in Osteuropa allgegenwärtig. Am Freitag ist das Ziel unserer Wanderung der Bahnhof in Anyksciai, von hier fahren mit einer historischen Schmalspurbahn zurück nach Troskunai. Diese Fahrt ist ein  wahres Erlebnis für alle Eisenbahnfans, bei der die durch die lange Wanderung verhärteten Muskeln gleich wieder aufgelockert werden.

Der Freitagabend steht ganz im Zeichen dreier Studenten der Musikakademie Kaunas und am Samstag macht Litauen seinem Namen als Land der Musik und des Bernsteins alle Ehre. Im Anschluss an den Abschlussgottesdienst der FW, begeistert uns das Bernsteinorchester, drei Violinen und ein Cello, alle aus Bernstein gefertigt, mit wunderbaren Stücken. Im Festzelt kocht die Stimmung dann noch einmal richtig hoch, als nach den üblichen Ehrungen und der Übergabe des Friedens- Banners an die Kolpingsfamilie Bamberg, dem Ausrichter der FW 2015, zum Abschied noch einmal richtig gefeiert wird, so dass die Abfahrt des letzten Busses der uns in unsere Quartiere bringt um eine Stunde nach hinten verschoben wird.

Leider geht auch diese Friedenswanderung, wie alle 46 Wanderungen vorher, für die Teilnehmer wieder viel zu früh zu Ende und am Sonntag heißt es dann nach dem Frühstück wieder Abschied nehmen.

Zum Abschluss möchte ich noch einmal den Vorsitzenden des Kolpingwerkes Litauen Pfarrer Saulius Filipovicis zu Wort kommen lassen.

„Wir alle sind auch sehr froh, dass die FW so gut gelaufen ist. Das ist dank allen Teilnehmern geschehen. Die Leute waren so gut gestimmt, keine hohe Ansprüche, alle freundlich und froh. Es war echt toll die FW mit so netten Menschen zu erleben. Die Gäste und die Gastgeber haben eine multinationale Gesellschaft gebaut und sich sehr wohl gefühlt.

 Ich freue mich sehr, das die Gäste aus Deutschland, aus der Schweiz, aus Luxemburg, aus Österreich, aus Südtirol in Litauen ein zu Hause gefunden haben. Der liebe Gott hat uns reichlich  mit dem Wetter und mit der guten Laune beschenkt. Ja, das stimmt: Wenn die Engeln reisen, der Himmel lacht“.

Dem möchte ich nichts außer dem Dank aller Friedenswanderer an unsere Kolpingschwestern u. Brüder in Litauen für die tolle Gastfreundschaft hinzufügen. Hier sind wieder einmal Fremde zu Freunden geworden!

Damit wer wollte auch einen kleinen Einblick in die Sehenswürdigkeiten Litauens bekam, hatte das Kolpingwerk Litauen vor und nach der FW eine5. tägige Busrundreise organisiert, die uns von Vilnius über Kaunas (wo wir die Kolping- Universität besuchten), Kleipeda nach Nidda auf der Kuhrischen Nehrung  führte. Von Nidda ging es dann zum Berg der Kreuze und von da zur FW nach Troskunai. Über diese sehenswerte und erlebnisreiche Busreise hier zu berichten, würde den Rahmen sprengen.

Bernhard Leifeling

(Sprecher Leitungsteam FW)